Leseprobe – Auszug aus Kapitel 1

Ich öffne den Rollladen. Warum? Weil ich das Tageslicht brauche, um zu sehen, dass der neue Tag beginnt. Weil die Sonnenstrahlen auf der Haut für gute Laune sorgen und vor allem, weil ich ihn gar nicht zu haben möchte. Ich schließe meinen Rollladen nachts nicht. Dann ist es zappenduster, man sieht die Hand vor Augen nicht und ich mag das Dunkle nicht besonders gern, es gibt mir nichts. Aber ihr zuliebe habe ich zugemacht, sie meinte sie kann sonst nicht schlafen und was für ein Gentlemen wäre ich diesen Wunsch zu ignorieren. Sie, das ist Ajan, eine selten schöne Frau. Wir lernten uns vor einiger Zeit in einer Bar kennen.

Sie kam zu unserem Tisch, fragte, ob sie Feuer für ihre Zigarette haben kann und irgendwie entstand ein Gespräch. Sie war zugezogen, relativ neu in der Stadt und mit ihren Mädels unterwegs. Eine, wie ich sagen würde ganz typische „Mädels-Crew“: 4 Mädels – zwei Hübsche, zwei, naja, sagen wir nicht ganz so schöne Frauen. Ajan war Single, noch nicht lange, aber lange genug, um nicht in Tränen auszubrechen, wenn sie darüber spricht. Die andere Hübsche war vergeben, genoss aber die Blicke der Männer und deren Versuche sie anzuflirten, um sie auf einen Drink einzuladen. Die anderen beiden – dasselbe Spiel.

Eine der Mädels, Single, ärgert sich darüber, dass nur die beiden hübschen angesprochen werden. Hadert selbst mit dem Leben, der Fairness und der Ach-so-blöden Männerwelt, die nur auf Äußerlichkeiten achtet und ihrem warmen Herzen keine Chance gibt.

Die andere seit Jahren glücklich vergeben, liebt ihren Freund und spielt ein stückweit den „Anstands-Wauwau“, wenn sie die Männer zu aufdringlich findet, unabhängig davon was den Mädels gefällt.

Wie auch immer. Auf jeden Fall entstand ein Gespräch zwischen Ajan und mir und wir verstanden uns gut. Sie hat einen tollen Humor, eine liebevolle Art und war definitiv flirtbereit – also genau mein Beuteschema für den Abend. Als sie mit Rauchen fertig war ging sie zurück zu ihren Mädels. Diese saßen natürlich im Nichtraucherbereich und genossen ihre Cocktails. Ich bestellte bei der Bedienung einen Drink, ließ ihn zu Ajan bringen und wartete ab. „Keine Chance, dass die nochmal kommt. Du kapierst nicht wann du einen Korb bekommst“ meinte mein Freund Moe. Gerade als er ausgesprochen hatte schlugen vier Damen an unserem Tisch auf. „Ist bei euch noch Platz für vier hübsche Frauen?“ „Klar, setzt euch, denke wir kommen jeder auch mit zwei zurecht“. Ajan lachte, ihre hübsche Freundin grinste, die anderen beiden töteten mich mit ihren Blicken – ein typischer Freitag also. Wir tranken, wir rauchten, wir lachten und quatschten bis das Licht anging, Sperrstunde. „Also, was jetzt?“ fragte Moe in die Runde. Ajan schaute ihre Mädels an, wirkte motiviert noch etwas zu unternehmen und suchte mit ihren Blicken nach einer Mitstreiterin. „Ich bin fertig, hatte eine harte Woche, ich will heim ins Bett“. „Ich fahr mit, heute ist doch eh nix mehr los“ – zack zack schieden zwei Mädels aus. Da blieb nur noch Saskia, die nicht ganz so hübsche Singlefreundin übrig und Ajan schaute sie beinah flehend an: „Gib dir nen Ruck, ich bin viel zu aufgekratzt um nach Hause zu gehen“. „Also gut, einen Drink noch irgendwo, aber dann will ich heim“.

Also schlenderten wir zu viert in Richtung Club, was anderes blieb uns zu der Uhrzeit nicht übrig, alle Bars schließen um zwei. Wir entschieden uns für das „Puzzles“ – eigentlich entschieden Moe und ich uns immer für das Puzzles, aber das tat ja nichts zur Sache. Das Puzzles war eine Art Club, aber nicht im klassischen Sinne. Es gibt eine Tanzfläche, die steht aber eigentlich immer mit Leuten voll, weil der Club so klein ist. Es gibt eine Theke an der sich Anstehen anfühlt wie Sommerschlussverkauf im Schuhladen und es gibt eine Terrasse mit Lounge Sesseln und kleinen Tischen. Wir setzten uns direkt raus, Ajan und ich rauchten eine nach der anderen weg. Ich glaub ich musste zwei Mal Zigaretten nachkaufen an dem Abend und meine Lunge fragte durchgehend “Was soll der Scheiß“, aber es war so gesellig, es verband uns und es ließ das Gespräch nicht enden. Während wir also erneut in eine Diskussion nach der anderen verfielen widmete Moe sich den Mädels im Laden zu. Keine zwei Sekunden saß er bei uns am Tisch, schon war er verschwunden und suchte an der Bar nach einem hübschen blonden Opfer, das das Bedürfnis hat ihre Trennung mit hemmungslosen anonymen Sex zu vergessen. Ajans Freundin saß gelangweilt neben uns, nahm nicht wirklich am Gespräch teil und gähnt ultra auffällig im 12 Sekunden Takt. Nicht, dass wir diesen Wink mit dem Zaunpfahl nicht verstanden hätten, es interessierte uns nur irgendwie nicht. Wir diskutierten über Männer und was für Arschlöcher doch alle sind, darüber wie zickig Frauen während der Periode werden können und vor allem darüber, wie wichtig Wertschätzung und kleine Gesten innerhalb einer Beziehung sind. Wir waren auf einer Wellenlänge, verstanden uns super und es fühlt sich absolut nicht so an, als würden wir uns gerade kennenlernen, sondern vielmehr so, als würden wir uns nach langer Zeit mal wiedersehen und reflektieren wie es dem anderen in den letzten Jahren so ging. Ajans Glas war leer und bevor ich etwas Neues bestellen konnte funkte ihre Freundin dazwischen: „So, jetzt gehen wir aber, ich bin echt müde. Ajan komm“.

Ajan schaute mich an, eine Art Dackelblick den ich nicht einzuordnen wusste. Ist es ein „Sorry ich muss gehen“ oder ist es ein „Rette mich, ich will nicht gehen“, oder vielleicht ein „Kommst du mit?“. Ich hatte keine Ahnung und obwohl ich wirklich der direkte, offene und ehrliche Typ Mensch bin bekam ich zunächst kein Wort raus. Mein Blick wandte sich ab und suchte nach Moe. Der stand am Rande der Tanzfläche mit einer jungen Blondine und hatte deren Hintern fest im Griff. Um ihn muss ich mich heute also nicht kümmern – er bleibt wohl noch. Ich bot den Mädels an sie nach Hause zu bringen, um sicher zu gehen, dass sie wohlbehütet dort ankommen. „Ich bin alt genug, danke“ würgte mich Ajans Freundin direkt ab, doch Ajan freute sich: „Klar gern, ich mag das eh nicht, alleine nachts durch die Stadt zu laufen“. Wir holten unsere Jacken und gingen. So lernte ich sie kennen und heute wacht sie, erneut, in meinem Bett auf.

„Du Penner, mach wieder zu!“ Ja, so begann mancher Morgen, wenn ich mal wieder auf die verrückte Idee kam Tageslicht hereinzulassen, um meinen Tag zu starten. Sie zog sich die Decke über den Kopf, spitzte dann doch hervor und rief: „Bring deinen kleinen knackigen Arsch zurück ins Bett, jetzt“! Nichts lieber als das, doch ging mein Blick zuerst zur Uhr – 7.23 Uhr. Puh, ein klein wenig Zeit hätte ich noch bevor ich losmuss. Nicht genug für ausschweifenden Sex, aber gerade genug um meine morgendliche Lust zu stillen. Wenn, dann aber gleich, in 52 Minuten muss ich auf Arbeit sein und selbst mit dem Rad wird das leicht knapp.

Ach ja, meine Arbeit. Sie nimmt einen Großteil meines Lebens ein und eigentlich stört mich das gar nicht. Ich liebe meinen Job, tue glaube ich Gutes und bin mit der Position die ich inne habe durchaus zufrieden. Ich bin Leitung einer Art Kindergarten. Also genau genommen einer schulvorbereitenden Einrichtung. Wir betreuen 16 Kinder, verteilt auf zwei Gruppen, die den normalen Kindergartenalltag nicht bewältigen konnten und dort als unzumutbar für die soziale Gruppe abgestempelt wurden und über ein entsprechendes Gutachten an uns verwiesen wurden. Mein Tag beginnt immer um 8.15 Uhr und ich liebe das. Wenn ich komme sind die Kids meistens schon da, meine Kollegin übernimmt den Frühdienst, dafür sperre ich abends zu. Es ist täglich ein Highlight in den Gruppenraum zu kommen und zu sehen, dass acht Kinder sich einfach nur freuen, dass du da bist, das es dich gibt und dass du dir Zeit für sie nimmst. Unser Alltag ist dann dem eines Kindergartens sehr ähnlich. Wir haben verschiedene Tagesrituale die wir sehr konsequent durchziehen, da die klare Struktur unseren Jungs und Mädels hilft sich innerhalb der Gruppe zurecht zu finden. Ich rufe immer zum Morgenkreis. Dafür habe ich eine große Glocke und täglich wird darum gefeilscht, wer diese läuten darf. Heute darf Micki die Glocke schwingen. Er hat gestern einen super Job gemacht als er mit Jason in einen Konflikt geraten ist und das erste Mal überhaupt ist es ihm gelungen eine Situation zu verlassen, anstatt körperlich zu werden. „Micki, komm zu mir, heute darfst du“. Ein Satz der so einfach klingt, schnell ausgesprochen ist und einem Kind doch so viel geben kann. Grinsend wie ein Honigkuchenpferd kam er auf mich zu, die Hände schon ausgestreckt und die Brust vor Stolz geschwollen. Er nahm die Glocke und läutete als er würde er Notre Dame erwecken wollen. „MORGENKREIS“, rief er und ich musste ihn fast ein Stück bremsen, bevor er die Glocke noch gegen etwas schlug. Es wird sich immer auf unserem Teppich versammelt. Dieser hat Klett-Punkte und jeder sucht sich früh einen Smiley aus, der zu seinem persönlichen Befinden passt und klebt diesen vor sich auf den Teppich. So bekommt jeder gleich einen Eindruck wie es dem anderen geht und ich kann abschätzen welchen Kids ich heute besonders Beachtung schenken sollte, welche sich vielleicht ein wenig zurückziehen und wen ich auch mal zur Seite nehmen muss um nach zu horchen was so los ist. Mein Smiley zeigt heute ein begeistertes Gesicht, ich hatte einen super Abend gestern, eine heiße Nacht und einen tollen Morgen. Mickis Emoji strahlt ebenfalls, aber Louisas Smiley läuft eine Träne über das Gesicht. „Wer mag denn heute anfangen?“ fragte ich in die Runde und zu meiner Verwunderung meldete sich Louisa direkt. „Ja klar gerne, erzähl mal, was ist los?“

„Meine Mama sagt immer ich bin scheiße und eigentlich hätte sie gerne einen Buben gehabt, statt ein Rotzgöhr“! Oh Mann, herzlich Willkommen zurück im Alltag. Louisa laufen die Tränen und meine Kollegin Claudia setzt sich zu ihr und nimmt sie tröstend in den Arm. So schnell geht es, so schnell ist aus einem super Morgen ein trauriger Moment geworden. Trotz aller pädagogischer Ausbildung und dem Wissen um Nähe und Distanz, Grenzen und dem ganzen Zeug trifft es mich einfach, jedes Mal. Was soll dieses arme Mädchen falsch gemacht haben, um so unerwünscht zu sein. Für viele Dinge die ich in meinem Job höre und sehe fehlt mir das Verständnis und ich muss mich wirklich oft bemühen Menschen nicht zu verurteilen, sondern professionell zu bleiben und meine erziehende und für die Eltern beratende Funktion einzuhalten. Doch gerade an solchen Tagen, an denen du ganz unbeschwert, voller Glückshormone zur Arbeit kommst und direkt nach zwei Minuten hart mit dem Alltag konfrontiert wirst, den kleine Kinder unverschuldet (meiner Meinung nach) ertragen müssen, fällt es mir schwer Verständnis zu haben für die Situation der Menschen, die das eigentlich beeinflussen könnten.

Und so zieht der Tag dahin. Irgendwo zwischen Konflikte Schlichten, Mittagessen Kochen und der Förderung sozialer Kompetenzen trinke ich eine Tasse Kaffee in meinem Büro und checke mein Handy. Ich habe vier neue Nachrichten, alle von Ajan. Ich überlege kurz, öffne ich sie, oder mach ich das lieber später, wenn nicht direkt danach wieder Kids auf mich warten und ich konzentriert meinen Job machen muss. Ich zögere, weil Ajan frei hat. Und wenn Ajan frei hat sind ihre Nachrichten meist freizügiger und auffordernd. Sie lenken mich vom Wesentlichen ab und sorgen bei mir für Lust und Verlangen – Dinge, die ich auf Arbeit wirklich nicht brauchen kann und die völlig unangebracht sind. Doch, natürlich, öffne ich kleiner Lustmolch den Messenger und siehe da – wie erwartet. Ein Bild von Ajan in meinem Bett. Die Bettdecke verdeckt gerade so ihre Brustwarzen, ihre schönen langen Beine, der nackte Hintern schmiegen sich an die Decke, wie sie es sonst bei mir tun. Der laszive Blick, der Biss auf die Lippe und die dazugehörige Nachricht „Komm heim, ich brauch dich jetzt hier“ lenken mich selbstredend von der Arbeit ab. Die anderen Nachrichten empfinde ich eher als Blabla und lege das Handy zur Seite. Ich versuche mich auf die Arbeit zu konzentrieren, kurz am PC etwas zu tippen und doch schaue ich wieder zu meinem Handy. Ich antworte ihr: „Würde ich gerne, holen wir heute Abend nach. Komm nackt und bring Bier mit“ „Deal“ ist ihre kurze Antwort und ich muss grinsen. Dieses Grinsen begleitet mich dann zurück in den Gruppenraum und hält auch während einer ausgedehnten Partie “Mensch ärgere dich nicht“ noch an. Da höre ich plötzlich die Kirchenglocke schlagen – 16.30 Uhr, gleich Feierabend. Dies ist für mich der stressigste Moment des Tages, jetzt heißt es Ordnung machen. In befehlsähnlicher Manier weise ich meine Kids an wer was aufräumt, packe selbst mit an und wir versuchen die Grundordnung wiederherzustellen. Claudia ist Ordnung, zum Glück sehr wichtig, denn ich bin zwar Leitung, aber auch ein kleiner Chaot. Innerhalb kürzester Zeit haben wir es geschafft den Gruppenraum vorzeigbar zu machen und alle Spiele an die jeweiligen Plätze gebracht. Chrissy, das Mädchen, dass am längsten in der Gruppe ist, gibt uns täglich ein „Claudia-Siegel“ für gut aufgeräumt. Auch ein Ritual, das ich täglich feiere und für so wichtig und wertschätzend halte. Jetzt heißt es anziehen und auf Mama/Papa oder den Abholservice warten. Zur Verabschiedung hat jedes Kind seinen eigenen Gruß entwickelt und es nimmt durchaus etwas Zeit in Anspruch bis sie tatsächlich so weit sind zu gehen. Für mich ist das der perfekte Abschluss des Tages – jedes Mal aufs Neue. Selten, dass ich eine Idee aus dem Internet, aus einem Video von Facebook, so gut fand und direkt in meinen Alltag aufgenommen habe.

Der Letzte geht, die Tür geht zu, ich sperre ab und gehe nochmal ins Büro. Ein bisschen Dokumentation muss noch sein und bald sind die Monatszahlen dran, wäre gut, wenn ich jetzt einen Teil davon schon vorbereiten könnte.

Doch da ist es wieder: Das grüne Leuchten am Handy. Ein kleiner Punkt, oben am Display, der mir Bescheid gibt, dass ich neue Nachrichten habe. Bevor ich also am PC ankomme checke ich kurz was so geht. Wieder zwei Nachrichten von Ajan, ein Bild, ein Text: „Desperate Housewife searching for some action“ lese ich, wundere mich kurz und registriere dann ein Bild, dass mich beinah zum Sabbern bringt. Nur mit einer Schürze bekleidet steht sie in meiner Küche und kocht. Dank dem offenen Rücken weiß ich: da ist kein BH, da ist kein Höschen. Nur ihr Pfirsicharsch der nahezu danach schreit von mir versohlt zu werden. „Bin in 20 Minuten da, dann machen wir erstmal da weiter wo wir aufgehört haben“ schreib ich ihr zurück. Die Bürokratie der Arbeit muss warten, dafür nehme ich mir morgen Zeit. Jetzt bringe ich erstmal zu Ende, was heute früh angefangen wurde.

„Bring den kleinen knackigen Arsch zurück ins Bett, jetzt“, so fing es heute Morgen an. Und nach kurzem Zögern und dem Blick zur Uhr tat ich dies. Ich setzte mich zu ihr aufs Bett und wollte die kurze Zeit die wir hatten intensiv nutzen. Also riss ich ihr die Decke weg, packte sie an beiden Oberschenkeln und zog sie zu mir. Sofort gingen ihre Beine auf, ihre Hand krallte sich in meine Brust und ein „Fick mich“ kam über ihre Lippen. Ich leckte ihr über die Brust, biss ihr in die Schulter und spürte, wie ihre Hand mich am Arsch packte und zu sich ran zog. Kurz ansetzen, ihr in die Augen schauen und zustoßen. Mein liebster Moment, wenn du ihrem Gesicht ansiehst, wie du gerade in sie eindringst und die Lust durch ihren Körper fährt. Ihre Beine schlangen sich eng um mich, sie hob leicht die Hüfte und mittlerweile weiß ich was das bedeutet. Kräftig zustoßen, tief zustoßen und ihr Orgasmus ist nicht weit entfernt. „Ich hatte schon mal angefangen“ flüstert sie mir ins Ohr und weiß, wie sehr mich das anmacht und reizt. Ihr Kopf geht in den Nacken, ihr Stöhnen wird lauter. Ich beiße ihr in den Hals, nehme ihre schönen Brüste fest in die Hand, drücke zu, stoße noch fester und während sie beginnt die Luft anzuhalten beginnt ihr Körper zu beben und zu zittern. Das Ajan-Orgasmus-Zeichen – jedes Mal. Ich höre dann kurz auf, sie mag das nicht, nach dem Orgasmus einfach weiterzuficken und die Runde zu Ende zu bringen. Sie braucht immer einen Moment, muss sich glaube ich sammeln. Ich blicke zur Uhr – 7.29. Wow, das ging schnell, selbst für ihre Verhältnisse. Ich hole meinen Schwanz aus ihr, küsse sie nochmal und stehe auf. „1-0 für dich, ich erwarte, dass heute Abend auf Unentschieden gestellt wird“ werfe ich ihr entgegen und suche nach meinen Boxershorts. Sie setzt sich auf den Bettrand, zieht mich an der Hand nochmal zu sich und küsst mich auf den Bauch. „Warum bis heute Abend warten?“ fragt sie mich und umfasst meinen immer noch harten Penis, bevor ich die Boxershorts auch nur ansatzweise anziehen kann. Sie reibt ihn, sinkt mit dem Kopf ab und möchte genüsslich an ihm lutschen. Einmal leckt sie mit der Zunge vom Schaft bis zur Eichel, doch dann mache ich einen Schritt zurück: „Ich muss wirklich los“. Ihre Enttäuschung ist ihr anzusehen, doch das kann ich nun nicht ändern. Zu wichtig sind mir Pünktlichkeit und meine Arbeit. Außerdem ist der Tag noch nicht vorbei, wir können das abends ja zu Ende bringen.

Jetzt sind wir am Abend angelangt und ihren Teil des Deals hält sie scheinbar ein – sie ist nackt. Interessant ist allerdings, dass sie noch in meiner Wohnung ist. Da sie keinen Schlüssel hat war sie wohl den ganzen Tag da. Das macht sie durchaus öfter. Meine Wohnung bietet ihr, wie sie sagt, ein heimeliges Gefühl, sie fühlt sich sehr wohl. Was das genau ausmacht weiß ich ehrlich gesagt nicht. Sie ist nichts Besonderes, eine normale Junggesellenbude denke ich. Wenn man reinkommt steht man direkt in einem kleinen Flur, da herrscht immer Chaos. Ich besitze zu viel Sneaker, zu viele Jacken und zu viele Caps. Meine Garderobe besteht aus einem überfüllten Schuhschrank und einem Kleiderständer, der Rest hängt dann über einem Wohnzimmerstuhl oder liegt im Schlafzimmer auf dem berühmten “Zieh-ich-nochmal-an-Sessel“. Ansonsten habe ich drei Zimmer: Mein Wohnzimmer ist schön groß und sozusagen zweigeteilt. Ich habe meinen Esstisch, aus dunklem Kiefernholz, dastehen und sechs ungleiche Stühle dazu. Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kam, aber es sind sechs unterschiedliche geworden und ich mag das mittlerweile total, auch, wenn ich echt oft erklären soll warum das so ist und weil ‚weil halt‘ nicht die passende Antwort ist. Der andere Bereich ist natürlich viel gemütlicher. Ein weicher großer Teppich vor meiner Couch die zum Rumliegen und Abhängen einlädt – farblich abgestimmt verstehst sich. In dunklem Braun mit grauen Kissen. Frauen haben mir beigebracht, viele Kissen sind wichtig, das macht es gemütlich und wohnlich. Meine Wohnzimmerwand ist ein einfaches Regal auf dem mein Fernseher und meine Playstation steht. 

Viel mehr ist da nicht. Eine Palme, eine Orchidee und zwei Topfpflanzen auf dem Fensterbrett – ein normales Wohnzimmer halt. Ach so, Bilder habe ich noch hängen – zwei große. Eins von meinem Patenkind und eins von mir und meiner Mama.

Dann gibt es natürlich mein Bad, auch eher typisch Mann. Waschbecken, große Dusche, Toilette, Spiegel und ein Spiegelschrank voll mit Sachen. Rasierer, Zahnpaste, Zahnbürste und was man halt so im normalen Leben braucht. Meine Küche ist mir der liebste Ort, sie hat wirklich etwas sehr Gemütliches und Schönes. Sie ist nicht sonderlich groß und auch nicht für eine Familie geeignet, aber sie ist sehr „ich“! Meine Küchenzeile ist aus der Ikea, mehr konnte ich mir damals nicht leisten und mittlerweile bin ich froh drum, find sie schöner als eine 10.000 Euro Küche aus irgendeinem teuren Möbelhaus oder Studio. Ich habe eine kleine Art Bar mit zwei Stühlen für einen schnellen Snack oder die Tasse Kaffee am Morgen und überall hängen Postkarten und Metallschilder. Jede Einzelne steht für einen Menschen der mir wichtig ist oder wichtig war. Insgesamt also ziemlich bunt und ein wenig chaotisch, wie alles andere auch, aber eben meins. Das Schlafzimmer geht, wie die Küche, das Bad und das Wohnzimmer direkt vom Flur weg. Es ist das kleinste Zimmer der Wohnung, aber wie Moe beim Umzug so treffend sagte: „Ist auch nur zum Bumsen und Schlafen da“. Ich habe ein Zwei-Meter-Bett drinstehen, einen Kleiderschrank und seitlich neben dem Bett einen großen Spiegel. Der verunsichert manchen Damenbesuch beim ersten Mal, aber mit der Zeit gewöhnt man sich dran und lernt ihn zu schätzen. Das dritte Zimmer nutze ich als Mischung aus Arbeitszimmer und Fitnessraum. Ich bin nicht so der Pumper-Typ, der mit Bizeps und Brustmuskeln angeben kann, aber fit sein ist mir schon wichtig und Yoga finde ich total entspannend, allerdings lieber alleine für mich. Ich glaube ich sehe oft aus wie der größte Bewegungslegastheniker, da bin ich dann lieber unbeobachtet. Von zu Hause aus arbeiten müsste ich nicht mal unbedingt, aber ich kann es leider auch nicht sein lassen. Zu Zeit schreibe ich an einem Konzeptänderungsvorschlag, den ich meiner Einrichtung vorlegen möchte, um noch besser und individueller auf die einzelnen Kinder eingehen zu können, mal sehen ob es was wird.

Zuletzt bleibt nur noch mein Balkon. Ein kleines, in der Luft schwebendes, Viereck, gerade groß genug für zwei Stühle und einen Tisch, aber so wichtig für mich. Nicht nur weil ich trotz Sport Raucher bin und zu faul jedes Mal die Treppen runter zu laufen, sondern weil ich dort die schönsten Abende der letzten Jahre verbracht habe. Ich bin sehr froh, dass die Mieter unter mir die Räume geschäftlich nutzen und abends nie da sind, denn die Gespräche, die auf meinem Balkon stattfinden sind die intimsten und offensten Momente meines Lebens. Das Sitzen, eine nach der anderen zu rauchen, etwas dazu trinken oder spielen. Das gibt mir viel mehr als in irgendeinem Club an einer Schnecke rumzugraben und auf den goldenen Schuss zu hoffen. Aber ich möchte es auch nicht mit jedem teilen. Nicht jeder Gesprächspartner hat „Balkon-Niveau“ für mich und nur wenigen bringe ich dafür genug Vertrauen entgegen. Moe auf jeden Fall und auch Ajan zähle ich mittlerweile zu diesen Personen. Diese verbrachte mit mir den gestrigen Abend auf eben jenem Balkon und scheinbar, wie in der Nachricht zu lesen war, ist sie immer noch bei mir.

„Bin in zwei Minuten da, setz dich schon mal auf den Tisch, ich habe Hunger“ schrieb ich ihr, als ich gerade mit meinem Fahrrad an einer roten Ampel wartete.

Als ich heimkam sperrte ich die Tür auf, zog meine Schuhe und meine Jacke aus und ging den Flur entlang. Aus der Küche roch es köstlich. Als ich gerade die Küchentür öffnen wollte rief es aus dem Wohnzimmer „Essen ist auf dem Tisch!“ Also öffne ich die Wohnzimmertür und auf dem Tisch sitzt Ajan. Sie trägt immer noch die Schürze, die gerade so ihre Brüste und den Schritt bedeckt. An den Füßen hat sie ihre Highheels und ihre langen dunklen Haare hat sie zu einem strengen Pferdeschwanz gebunden. Sie grinst, strahlt mich an und will irgendetwas sagen, doch ich komme ihr zu vor, packe sie am Nacken und küsse sie, zum Reden war jetzt keine Zeit. „Darauf hab ich den ganzen Tag gewartet“ sagt sie mir mit einem tiefen Blick in die Augen, bevor sie mich wieder küsst und mir direkt das Shirt auszieht. Ich öffne die Schürze, drücke sie nach hinten weg und lege sie auf den Tisch. Ich schaue mir das schöne Ding an. Sie hat eine traumhafte Figur. Sie ist nicht groß, vielleicht 1,65, doch ihre Beine wirken so lang und sexy, ihr Arsch ist das Abbild eines Pfirsichs, ihre Brüste fest und für mich genau die richtige Größe, eine Hand voll. Man sieht dass sie trainiert und Wert auf ihren Körper legt und das zahlt sich aus – sie ist bildschön und super-heiß. Während ich sie mir anschaue und genieße wird sie ungeduldig und schnappt mit ihren Beinen nach mir, um mich zu sich zu ziehen. „Langsam Fräulein“ unterbinde ich dies. Ich war zum einen noch nicht fertig mit Ansehen, zum anderen will ich den Ton vorgeben. Schließlich hat sie sich heute Morgen ihr Vergnügen bereits geholt. Ich nehme mir einen Stuhl, setze mich zwischen ihre weit gespreizten Beine und beginne mit den Händen von ihren Waden ausgehend sie zu berühren. Ich fahre die Innenseiten ihrer Oberschenkel hoch und kurz bevor ich am Schritt ankomme spüre ich wie sie ihre Hüfte kippt und sich mir anbietet. Ich umgehe ihr Lustzentrum und fahre mit meinen Händen über ihren Oberkörper. Ich mag ihren Bauch so gern und ihre Seite. Gerade so viel, dass man den Rippenbogen nicht sieht und sich festkrallen kann. Meine Hände wandern vom Bauch über die Brüste bis kurz unter die Achseln, da packe ich sie so gerne, da kratze ich gerne mal. Während meine linke Hand festzupackend dort verweilt löse ich meine rechte und fahre erneut über ihren harten Nippel bis hoch zum Hals. Ich lege meine Hand um ihren Hals, drücke nicht wirklich zu, aber lasse sie spüren, dass sie mir unterliegt, ich die Kontrolle habe, ich den Ton vorgebe. Ich streichle ihr über das Gesicht, berühre ihre Lippen und spüre wie sie nach meinem Finger leckt und an ihm saugen möchte. Meine linke Hand lasse ich in ihren Schritt sinken. Warm, feucht, leicht geschwollene Schamlippen, die nur so danach schreien von mir berührt zu werden. Ich senke meinen Blick, und lasse meine Zunge an der Oberschenkelseite entlang Richtung Schritt fahren. Ein leichtes Stöhnen nehme ich wahr, ein erneutes Kippen der Hüfte und den unbändigen Wunsch von mir geleckt zu werden. Erneut lasse ich den Schritt aus und meine Zunge wandert, knapp vorbei, zum Bauch hin, leckt und saugt ihr am Brustkorb bevor ich zärtlich in ihre Nippel knabbere, an der Brustwarze sauge und sie meinen noch in Shorts versperrten Schwanz an ihrer feuchten Lustgrotte spüren lasse. Ihre Hände krallen sich in meine Schulterblätter und ich spüre wie die Sehnsucht nach einem Fick ihre Gedanken beherrscht. Ich richte mich auf, ziehe sie an ihrem Pferdeschwanz mit hoch zu mir und lege meine Hand in ihren Nacken. Ein zärtlicher Kuss, ein intensiver Blick und kurze Unsicherheit bei Ajan was gerade geschieht. Nehme ich sie einfach, schlafen wir miteinander oder höre ich gar auf?!

Ich nehme ihre Hände und führe sie in meinen Schritt. Sie zieht mir die Boxershorts aus, fasst an den stark geschwollenen Schwanz und führt ihn direkt an ihren heiligen Ort. Die Beine weiten sich noch ein Stück, sie rutscht weiter vor Richtung Tischkante und meinen Schwanz setzt sie bereits an. „Bitte, fick mich! Mach mit mir was du willst!“ Ich zögere ganz kurz und stoße dann doch zu. Ein lautes Aufstöhnen Ajans gibt mir die Gewissheit: hart und dreckig heute! Sie legt sich rückwärts nieder, ergibt sich mir und mit jedem heftigen Stoß höre ich sie. Ihre Stimme wird höher, ihre Atmung schneller und ich passe mich ihrem Tempo an. Immer härter stoße ich zwischen ihre Beine, bis zum Anschlag führe ich ihn ein und ihr nasser Lusttempel saugt ihn gewissermaßen auf. Als meine rechte Hand parallel dazu an ihrem Hals ankommt und sie den Druck spürt den ich ausübe ist es beinah erneut um sie geschehen. Sie drückt die Hüfte nach oben, das Stöhnen wird noch lauter, die Atmung unkontrollierter bis zu diesem Moment, als sie die Luft anhält und ihr Körper zittert. Ich werde danach langsamer und stoppe. Ich nehme ihn nicht raus, denn ich mag es ihren Puls zu spüren und ihn in ihr zu lassen, diese Nähe nach dem Orgasmus. Diese Verletzlichkeit, weil jedes falsche Wort sie jetzt bis ins Mark erschüttern würde und vor allem, diese Situation nicht auszunutzen, sondern zu genießen.

Sie zieht sich ein Stück zurück und setzt sich auf. „Oh wow, ich liebe den Sex mit dir“ kommt über ihre Lippen und ich weiß gar nicht wie ich mit diesen Worten umgehen soll. Muss ich aber auch nicht, weil was Ajan jetzt macht bedarf keiner Worte der Erklärung. Sie steht auf, steht in ihren Highheels da, dreht sich und reckt mir ihren Prachtarsch entgegen. Ihren Oberkörper stützt sie auf ihren Ellenbogen und Unterarmen auf dem Tisch ab. Sie wackelt einmal leicht nach links, einmal leicht nach rechts und stellt sich dann breitbeinig ab. Diese Einladung lasse ich natürlich nicht aus. Sofort versenke ich meinen Schwanz in ihr und ficke sie. Ihren Pferdeschwanz fest in der Faust verankert ziehe ich sie immer wieder an mich ran und möchte jeden Zentimeter den ich in ihr habe spüren, bis es nicht mehr weitergeht. Mit meiner anderen Hand packe ich sie an der Brust, es ist toll ihre harten Nippel zu spüren, das Zeichen des Lustempfindens wahrzunehmen und sich dadurch bestätigt zu fühlen. „Komm jetzt! Spritz in mich rein! Los, komm jetzt!“ feuert sie mich an und reizt mich. Das sind magische Worte in meinen Ohren. Unser Rhythmus wird noch ein Stück härter und schneller, meine Hand schlägt ihr kräftig auf die Arschbacke und im gleichen Moment packe ich ihren Pferdeschwanz, erstarre leicht und feuere all meine Lust in sie rein. Ihr Anheben des Hinterns, sie kennt mich so gut, sorgt für ein ultimativ intensives Gefühl beim Orgasmus und so lege ich meinen Oberkörper erschöpft auf ihren und spüre wie ungleich und rasant unsere Herzen schlagen. Völlig aus der Puste hat jeder gerade mit sich und seinem Körper zu tun, dem Zurückerlangen von Kontrolle über ihn und das Beruhigen der Nerven. Und doch sind wir so innig und vereint dabei, wie es zwei Menschen nur sein können. Ich küsse ihren Nacken, richte mich auf und stehe einfach da. Ich kann noch nicht laufen, ich will auch nicht sitzen – ich will genießen. Diese Art Sex, diese Qualität, diese Chemie, das hatte ich sehr lange nicht mehr. Ajan richtet sich auf, schaut mich an und wie immer, wenn sie eine etwas gefühlsbetonte Aussage von sich ließ, versucht sie durch einen blöden Spruch abzulenken und die Situation zu entschärfen: „Ich lauf gleich aus, hol mal a Tuch, oder leck es weg“. Mein Gesicht verzieht sich, ich wende mich ab und gehe zur Couch, ein Zupftuch holen. „Brauchst net so blöd gucken, ich schluck es auch oft genug runter“. Zack, Romantik, Innigsein nach dem Sex, sich unglaublich verbunden und verletzlich fühlen – es war weg. Da ist die Person mit der großen Klappe die ich, unabhängig vom Sex, so gerne um mich habe.

© 2021Basti Schlauch